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Passwörter im Datenleck: So prüfst du in 5 Minuten, ob du betroffen bist

Ratgeber ·

Stell dir vor, dein Haustürschlüssel liegt als Kopie in einer fremden Werkstatt – und du weißt nicht einmal davon.

Genau das passiert regelmäßig mit Passwörtern: Bei Einbrüchen in Online-Dienste werden Zugangsdaten erbeutet und im Netz gehandelt. Erst im August 2026 wurde ein neues Datenleck mit Millionen E-Mail-Adressen und Passwörtern in die Warn-Datenbank Have I Been Pwned aufgenommen; der Landesdatenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern warnte zeitgleich vor einer Sammlung mit über einer Milliarde Passwörtern. Das ist kein Grund zur Panik – aber ein guter Anlass, einmal in Ruhe nachzusehen.

Schritt 1: Prüfen, ob deine E-Mail-Adresse betroffen ist

Die Website haveibeenpwned.com ist ein seriöses, kostenloses Prüfwerkzeug, das auch Verbraucherzentralen empfehlen. So funktioniert es:

  1. Seite öffnen, deine E-Mail-Adresse eingeben, auf „pwned?" klicken.
  2. Erscheint Grün: Diese Adresse taucht in keinem bekannten Leck auf. Sehr gut.
  3. Erscheint Rot: Deine Adresse war in einem oder mehreren Datenlecks enthalten. Darunter steht, welche Dienste betroffen waren – zum Beispiel ein Online-Shop, bei dem du vor Jahren bestellt hast.

Wichtig zu verstehen: „Betroffen" heißt nicht, dass jemand in deinem Konto war. Es heißt, dass deine Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort bekannt sein könnte – und genau deshalb geändert werden sollte.

Schritt 2: Passwörter ändern – in dieser Reihenfolge

Nicht alle Konten sind gleich wichtig. Ändere zuerst dort, wo der größte Schaden droht:

  1. E-Mail-Postfach zuerst. Wer dein Postfach kontrolliert, kann bei fast jedem anderen Dienst „Passwort vergessen" klicken. Das Postfach ist dein Generalschlüssel.
  2. Online-Banking und Bezahldienste (PayPal, Kreditkarten-Portale).
  3. Alles, wo deine Zahlungsdaten hinterlegt sind (Amazon, Streaming, Versandhandel).
  4. Danach der Rest – gern nach und nach.

Schritt 3: Das eigentliche Problem lösen – doppelte Passwörter

Das Gefährliche an Datenlecks ist nicht das eine betroffene Konto. Es ist die Gewohnheit, dasselbe Passwort mehrfach zu verwenden. Kriminelle probieren erbeutete Kombinationen automatisch bei hunderten anderen Diensten aus – das heißt „Credential Stuffing" und funktioniert nur, weil Passwörter wiederverwendet werden.

Die Lösung kennt jeder, und fast niemand setzt sie von Hand um: für jeden Dienst ein eigenes, langes Passwort. Niemand merkt sich 80 verschiedene Passwörter – das muss auch niemand. Genau dafür gibt es Passwort-Manager: Du merkst dir ein einziges, gutes Hauptpasswort, der Rest wird sicher gespeichert und auf Wunsch automatisch eingesetzt.

Beim Passwort-Safe kommt dazu, was uns wichtig ist: Deine Daten liegen Zero-Knowledge-verschlüsselt auf Servern in Deutschland – nicht einmal wir können deine Passwörter lesen. Und mit dem geregelten Notfallzugang steht deine Familie auch dann nicht vor verschlossenen digitalen Türen, wenn dir etwas zustößt.

Schritt 4: Wo es geht, den zweiten Faktor einschalten

Viele Dienste bieten eine Bestätigung per App oder SMS an („Zwei-Faktor-Anmeldung"). Das ist wie ein zweites Schloss an der Tür: Selbst wenn dein Passwort in einem Leck auftaucht, kommt damit allein niemand hinein. Beim E-Mail-Postfach und beim Banking lohnt sich das immer.

Die 5-Minuten-Bilanz

Zum Schluss die ehrliche Frage: Verwendest du dein Lieblingspasswort gerade bei mehr als einem Dienst? Wenn ja, bist du in guter Gesellschaft – und heute ist ein guter Tag, das zu ändern.

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